Barrierefreies Arbeiten – Von der Integration zur Inklusion

Den Begriff Inklusion haben wir alle wahrscheinlich schon gehört. Aber was genau steckt dahinter? Und wie können Sie als Unternehmen auch aktiv werden?

Inklusion bedeutet schlichtweg, dass jeder Mensch ganz natürlich dazu gehört. Egal wie Sie aussehen, welche Sprache Sie sprechen oder welche Behinderung Sie haben. Jeder soll Teil der Gesellschaft sein. Zum Beispiel: Kollegen, die aus verschiedenen Ländern kommen sprechen alle Englisch, um niemanden auszuschließen. Wenn jeder Mensch selbstbestimmt und barrierefrei am gesellschaftlichen Leben teilhaben kann; Dann findet Inklusion statt. Als inklusives Unternehmen sollten Sie offen für neue Ideen zur Miteinbeziehung aller Mitarbeiter sein.

Was viele nicht wissen: Inklusion ist ein Menschenrecht.

Die UN-Behindertenrechtskonvention hält das Recht auf Inklusion fest. Die UN-Behindertenrechtskonvention ist ein Vertrag, den auch Deutschland unterschrieben hat. Bei einer konsequenten Umsetzung des inklusiven Prinzips gäbe es dann im öffentlichen Raum irgendwann keine Unterscheidung zwischen behinderten und nicht-behinderten Personen mehr. Um Inklusion erfolgreich in Ihrem Unternehmen umsetzen zu können, muss dies mit einem Umdenken beginnen.

Inklusion

Die Gestaltung eines barrierefreien Arbeitsplatzes ist für Menschen mit Behinderung der erste Schritt in Richtung Inklusion und Teilhabe am öffentlichen Leben.

Bereits in der Planungsphase sollten Sie etwaige Schwierigkeiten am Arbeitsplatz beachten. Einschränkungen können sich durch physische, sensorische, seelische oder kognitive Behinderungen ergeben und sind daher mit unterschiedlichen alltäglichen Problemen verbunden. Um einen Arbeitsplatz barrierefrei zu gestalten ist es notwendig die Wahrnehmbarkeit, Erkennbarkeit und Erreichbarkeit von Objekten, Räumen und Arbeitsinstrumenten sicherzustellen.

Die meisten Menschen orientieren sich im Alltag visuell oder auditiv.

Wenn der Sehsinn oder das Gehör jedoch beeinträchtigt sind, müssen die Umgebung, die Kommunikationsmittel und der Informationsfluss an der Arbeitsstätte mit alternativen Mitteln wahrnehmbar und erkennbar gemacht werden. Visuelle, taktile oder auditive Installationen können dabei Abhilfe schaffen. Für visuelle Bereiche hilft es auf Hell-Dunkel- und Farbkontraste, optimierte Formen und Größen der Sehobjekte, räumlichen Abständen und ausreichende Beleuchtung zu setzen.

Die taktile Wahrnehmbarkeit kann durch Oberflächenstruktur, Form, Härte und Material gefördert werden. So können sich blinde Menschen mit Hilfe von Händen, Füßen oder Gehstöcken entlang eines Leitsystems bewegen.

Bei der auditiven Gestaltung wird die Sprachverständigung durch das Minimieren von Störgeräuschen, das Umsetzen von raumakustischen oder bauakustischen Maßnahmen und den Einsatz von technischen Anlagen ermöglicht. Diese Baumaßnahmen sollen Personen mit Höreinschränkungen in der täglichen Kommunikation unterstützen. Grundsätzlich gilt bei der Gestaltung von barrierefreien Arbeitsplätzen das Zwei-Sinne-Prinzip. Wichtige Orte, Informationen und Gegenstände müssen immer mit mindestens zwei Sinnen wahrnehmbar gemacht werden. Besonders wichtig ist dies selbstverständlich für Gefahrenbereiche und Fluchtwege.

Außenbereiche müssen ebenfalls für jede Person ohne Hindernisse zu bewältigen sein. Richten Sie behindertengerechte Parkplätze ein, die etwas breiter als andere Parkplätze sein sollten. Auch die Wege sollten etwa mindestens 120 cm breit sein, um besonders für Rollstuhlfahrer befahrbar zu sein. Gestalten Sie diese schwellenfrei und möglichst rutschsicher. Die angrenzenden Leitsysteme müssen wie zuvor bereits erwähnt mit mindestens zwei Sinnen deutlich wahrnehmbar sein. Achten Sie auf mögliche farbliche Gestaltungen. Erhöhte Eingangsbereiche können beispielsweise mit Rampen oder Lifts zugänglich gemacht werden.

Genauso wichtig sind die Inklusionsmaßnahmen im Innenbereich.

Schalter, Automaten & Bedienelemente sollten für Menschen mit verschiedenen Größen und Einschränkungen zugänglich sein. Stellen Sie sicher, dass es genügend Rollstuhlabstellplätze in Ihrem Unternehmen gibt, falls die Mitarbeiter sie nicht direkt mit an den Schreibtisch nehmen. Je nach Größe des Unternehmens und Anzahl der Mitarbeiter ist es wichtig auf ausreichend Platz in den Gängen zu achten. Es sollte eine Mindestbreite von 150 cm und Höhe von 220 cm gewährleistet werden.

Inklusion fordert ohne Zweifel Lernprozesse ein, damit sie keine theoretische Utopie bleibt und für jedes Unternehmen anwendbar wird. Planen Sie Ihre ersten Maßnahmen. Bei OBI finden Sie viele Angebote, mit denen Sie bei Ihren Baumaßnahmen mit Sicherheit sparen können. Nutzen Sie OBI Gutscheine um zusätzlich zu sparen.