Mobbing am Arbeitsplatz muss nicht sein

Wer arbeitet schon gern in einer Atmosphäre, die einem Bauchschmerzen bereitet? Niemand.

Aus diesem und diversen anderen Gründen ist Mobbing am Arbeitsplatz etwas, das unbedingt unterbunden werden sollte. Denn nicht nur die Moral der Mitarbeiter leidet darunter, einzelne Personen begeben sich so zum einen in eine übermächtige Stellung, während andere in die Opferrolle gedrängt werden. Trotz der Tatsache, dass hier die Rede von erwachsenen Menschen ist, ist es bei Weitem keine Ausnahme, mit Mobbing am Arbeitsplatz konfrontiert zu werden. Auch Kollegen, die einfach nur zusehen, beteiligen sich aktiv an diesem Vorgehen.

In etlichen Fällen ist das Mobbing leider nicht sofort und gut zu erkennen. Auch in unscheinbaren Handlungen kann eine böse Schikane stecken. Um Betroffene – davon gibt es in Deutschland Schätzungen zufolge bis zu 1,5 Millionen – leichter zu erkennen und ein angenehmes Arbeitsumfeld zu schaffen, gibt es zwei Punkte, auf die vermehrt geachtet werden sollten.

1.Die Schikane findet schon seit geraumer Zeit statt.

2. Außerdem ist sie systematisch.

Um für das Thema zu sensibilisieren, führen wir jetzt noch einige Beispiele auf, die als Mobbing eingestuft werden. Dabei ist es wichtig daran zu denken, dass nicht nur Kollegen zu Mobbern werden können. Auch der Chef kann seine Mitarbeitern gegenüber als Mobbender auftreten.

  • Diskriminierung/Demütigung
  • Nicht Anerkennung der Leistung bzw. systematisches Schlechtmachen eben dieser
  • Sexuelle Belästigung
  • Schikane durch nicht angemessene Arbeiten
  • Ausführung erniedrigender Tätigkeiten
  • Verbales Aufziehen
  • Lustig machen vor den Augen der Kollegen

Wer sich mit Mobbing konfrontiert sieht, bekommt schnell psychische Probleme – Depressionen sind keine Seltenheit. Auch Angstzustünde oder Suizidgedanken können vorkommen. Neben den psychischen Auswirkungen gibt es auch physische Folgen: Magenschmerzen, Schlafstörungen und Essstörungen sind nur drei davon. Schon allein aufgrund dieser Folgen sollte Mobbing niemals auf die leichte Schulter genommen werden.

Leider lässt sich bei einmaligen Vorkommnissen nicht sonderlich viel ausrichten – dafür aber ganz bestimmt, wenn ein Leidensweg gegeben ist und die Vorfälle gut dokumentiert sind, sich also über einen längeren Zeitraum erstrecken. Da Mobbing auch strafbar ist, ist diese gute Dokumentation unbedingt notwendig. Nur so hat das Anliegen vor Gericht oder auch nur bei Chef bzw. Polizei einen Hintergrund. Und den Chef sollten Sie unbedingt einbeziehen, falls nicht gerade dieser auch zu den Mobbern gehört. Selbst wenn der betroffene Kollege nicht möchte, dass noch mehr Aufmerksamkeit auf ihm liegt, können Sie die Vorkommnisse nicht unter den Teppich kehren. Begleiten Sie den Kollegen falls nötig oder übernehmen Sie den ersten Schritt. Den Tätern darf, spätestens ab diesem Zeitpunkt, keine Macht mehr gegeben werden. 

Falls alles nichts nutzt oder sie selbst betroffen sind und keinen Ausweg wissen, suchen Sie sich die Nummer der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, der Mobbing-Kontaktstelle oder mobbing-web.de heraus, einer Bürgerinitiative. Dort hilft man Ihnen mit konkreten Tipps weiter, sodass der Teufelskreis schnell durchbrochen werden kann. Zum Wohle aller Beteiligten. 

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