Disruption und eigene Karriere

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie Disruption für Ihr eigenes Geschäftsmodell „Karriere“ aussieht ?

Dieses vor dem Hintergrund, dass vier von fünf beruflichen Entscheidungen auch heute noch immer noch durch externe Einflüsse ausgelöst werden. Alle drei Jahre ändert sich nach meiner Erfahrung etwas im beruflichen Alltag von Führungskräften. Was ist also Ihr Plan B für den Fall der Fälle ?

Vorbereitung auf Disruption in Karriere

Zunächst gilt es festzuhalten, dass man es gar nicht so weit kommen lassen muss, dass einen die Veränderung unvorbereitet trifft. Im Vorwege hilft eine rechtzeitige Karriere-Vorsorge. Dazu ist es mehr als sinnvoll folgendes zu tun: eine schonungslose Bestandsaufnahme der eigenen Beschäftigungsfähigkeit (neudeutsch: employability) in der die eigenen beruflich relevanten Alleinstellungsmerkmale herausgearbeitet werden.

Und zweiten empfehle ich, sich mit dem Phänomen der schwachen Signale zu beschäftigen. Der US Mathematiker Igor Ansoff, hat hierzu ein Konzept zur strategischen Frühaufklärung entwickelt. Aus zunächst kaum wahrnehmbaren, später aber sehr wirkungsstarken Signalen lassen sich Szenarien ableiten und entwickeln , die dann wiederum Präventivstrategien ermöglichen. Durch Achtsamkeit im betrieblichen Alltag und im wirtschaftlichen Marktumfeld kann ich seismographische Schwingungen frühzeitig wahrnehmen:

  • Bin ich (noch) in Fragestellungen und Zukunftsprojekte bei meinen Unternehmen einbezogen ?
  • Wann wird auf meine Meinung im aktuellen betrieblichen Umfeld Wert gelegt ?
  • Kann ich auf meinem Arbeitsplatz grundsätzlich immer etwas dazulernen ? Welche Profile werden extern gesucht ?

Wenn ich solche Signale übersehe oder erst gar nicht wahrnehme, dann ist oftmals eine unangekündigte Überraschung möglich: Versetzung, Kündigung, Unternehmensverkauf oder –kauf, Veränderungen im eigenen privaten Umfeld usw.

Liste Vorbereitung Karriere

Wir erleben in unserer Beratung, dass selbst Führungskräfte auf solche unangekündigten Veränderungen nicht vorbereitet sind. Einige haben allenfalls eine vage Idee, die wenigsten aber einen strukturierten Plan B im Kopf.

Meine folgenden Tipps dazu lauten daher:

1.) Notieren Sie schriftlich, was Sie beruflich tun würden, wenn angenommen Ihr aktueller Arbeitgeber innerhalb der nächsten drei Monate seinen Standort ins Ausland verlagern würde. Gehen Sie mit oder mit welcher Lösung treten Sie auf den heimischen Markt ? Was wäre Ihre konkrete berufliche Alternative ? Wie gut ist diese vorbereitet ?

2.) Überprüfen Sie die Qualität und auch Quantität Ihres Netzwerkes- also der Menschen, mit denen Sie verlässliche Informationen austauschen können. Investieren Sie genug in dieses Thema ? Fünf Prozent Ihrer frei verfügbaren Zeit sollten Sie darauf verwenden.

3.) Sofern Sie sich ein ganz neues, anderes Tätigkeitsfeld würden suchen wollen, wie realistisch sind Ihre Vorstellungen dazu ? Nutzen Sie schon jetzt die Möglichkeiten, sich mit Menschen auszutauschen, die in diesem angedachten neuen Tätigkeitsfeld unterwegs sind!

Wenn Sie diese Hinweise beachten, haben Sie große Chancen disruptive Veränderungen professioneller aufnehmen und in Ihr Geschäftsmodell „Karriere“ einbauen zu können. Ich wünsche Ihnen schon jetzt viel Erfolg!

Thomas Wüllner ist geschäftsführender Gesellschafter und Experte für Karriereberatung und Einzeloutplacement des Beratungsunternehmens P4 Career Consultants GmbH & Co. KG

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