Fünf Empfehlungen für Führungskräfte bei dem Start in die neue Position

Hier soll nicht die Rede von den üblichen Tipps sein, die es für den Einstieg in eine neue Position zuhauf gibt.

Sondern hier soll es um die Besonderheiten gehen, die für Führungskräfte bei einem Wechsel gelten. Und gerne an dieser Stelle auch vorab noch ein anderer Hinweis: leider kommt es immer noch vor, dass lange vor dem Wechsel eine grundsätzlich falsche Entscheidung getroffen wird. Und zwar in eine unpassende Position zu wechseln. In einem solchen Fall gelten andere Spielregeln, um sich professionell zu verhalten. Davon wird in unserer Karriere-Kolumnenserie zu einem späteren Zeitpunkt die Rede sein.

Vorbereitung auf neue Führungsstelle

Wie bereitet man sich auf den Arbeitsantritt vor?

Die nachfolgenden fünf Hinweise und Empfehlungen werden somit für den Fall gegeben, dass die neue Aufgabe grundsätzlich passend ist:
Meine erste Empfehlung lautet: bereits die Zeit vor Antritt ist durchaus wichtig und kann für den erfolgreichen Einstieg in die neue Aufgabe nutzbar gemacht werden: so gilt es das Geschäftsmodell zu verstehen, demzufolge die Erwartungen an den neuen Stelleninhaber konkret zu klären und Etappenziele möglichst messbar zu vereinbaren. Die zielführende Frage in diesem Fall lautet demzufolge: wo lässt sich am ehesten ein Beitrag zum Unternehmenserfolg leisten ? Führungskräfte werden deutlicher als andere an ihrer betriebswirtschaftlichen Wertschöpfung gemessen.

Ein vorab erstellter und zur Verfügung gestellter Einarbeitungsplan lässt sich zusätzlich gut dazu verwenden, die Erwartungen zu erfragen. Dabei ist es dann außerdem wichtig sich im Vorwege zu überlegen, wie ich mich zielgruppengerecht und professionell bei den unterschiedlichen Personen vorstelle. Von einer Führungskraft wird hier ein souveränes Auftreten und Statement erwartet.

Wie setzt man seine Stärken gezielt ein?

Zweite Empfehlung: es geht um Führungsthemen und weniger um Sachthemen – auch in der neuen Führungsaufgabe. Sie sind für das Management der Themen geholt worden.
Machen Sie sich also klar, dass effektiv und effizient zwei verschiedene Ansätze sind.
Primär geht es darum, die anvertrauten Ressourcen zielorientiert einzusetzen.

 

Führungskraft

Wie macht man seine Anforderungen klar?

Drittens: ebenso hilfreich ist es, den eigenen Mitarbeitern zu verstehen zu geben, wie man„tickt“, worauf man besonders achtet. Also, ein Verständnis dafür zu geben, wie die eigene Landkarte als Führungskraft aussieht. Worauf lege ich im täglichen Tun besonderen Wert ? Was sind meine absoluten Do’s und Dont’s ? Reichen 80 % und pünktliche Abgabe oder ist es mir wichtiger ein 120 % Ergebnis mit einem Tag Verspätung zu haben ? Ist es mir wichtig, einen kontinuierlichen, wenngleich kurzen Infofluss zu erhalten oder will ich nur bei Schwierigkeiten kontaktiert werden. Fragen dieser Art helfen den Mitarbeitern, neue Vorgesetzte einschätzen, also „lesen“ zu können.

Wie meistert man das Networking?

Der vierte Hinweis ist, sich möglichst schnell mit anderen (siehe Einarbeitungsplan) Führungskräften zu vernetzen. Dies ist gerade am Anfang besonders wichtig. Es hilft, auch die informellen Strukturen besser verstehen zu lernen. Stellen Sie ruhig auch in diesen internen Netzwerk-Gesprächen Fragen wie etwa „Gibt es etwas, was ich noch wissen sollte ?“ „Wen sollte ich noch kurz sprechen ?“

Wie gestaltet man die Kommunikation mit den Mitarbeitern?

Und meine fünfte Empfehlung ist ein Dreierschritt: Hören, Erfragen, Tun:
Hören Sie ganz besonders am Anfang besonders den Mitarbeitern erst einmal zu und erliegen nicht dem Gedanken „man ist ja schließlich da, um zu agieren“. Verletzungen am Anfang („hört gar nicht zu, was ich sage“) zeigen eine lange Wirkung. Und als Führungskraft sind Sie am Anfang immer in der Holschuld.

Erfragen Sie auch bei Ihren Mitarbeitern, welche Lösung diese ggfs. vorschlagen würden und was evtl. schon versucht wurde. Oftmals ist das Wissen vor Ort bereits vorhanden, es wurde nur noch nicht abgerufen („mich hat man ja nie gefragt“).
Und erst jetzt, nach dieser Eruierung, und auch nur wenn erforderlich, zeigen Sie als neue Führungskraft auf, wie Sie Themen mit eigenen Vorschlägen angehen wollen.

Diese Empfehlungen mögen Ihnen helfen, auch in Ihrer nächsten Aufgabe als Führungskraft erfolgreich zu starten. Always remember „It takes four years to make a star overnight“.

 

Thomas Wüllner ist geschäftsführender Gesellschafter und Experte für Karriereberatung und Einzeloutplacement des Beratungsunternehmens P4 Career Consultants GmbH & Co. KG, .

 

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