Männlich, treu und nicht zu alt

Wie sieht das typische Vorstandsmitglied eines Dax-Konzerns aus?

Es ist männlich, hat Wirtschaftswissenschaften studiert und war einige Jahre im Ausland. Außerdem hat dieser Topmanager eine stetige Karriere innerhalb der eigenen Branche gemacht, und der Wechsel des Arbeitgebers kam ihm selten bis gar nicht in den Sinn. Im Durchschnitt wird er im zarten Chefalter von 48 Jahren in das höchste Führungsgremium berufen, nachdem er schon elf Jahre im Unternehmen sein Können unter Beweis gestellt hat. Aktuell ist er 53 Jahre alt und bekommt seine Leistungen im Durchschnitt mit rund 3,4 Millionen Euro im Jahr vergütet, wobei die Schwankungen zwischen den Unternehmen enorm sind. „Trotz vielfältiger Krisen und technologischer Herausforderungen sind die Entscheidungskriterien bei der Besetzung der wichtigsten deutschen Vorstandsposten in den letzten zehn Jahren weitgehend unverändert“, sagt Klaus Hansen von der Beratungsgesellschaft Odgers Berndtson, die diese Daten erhob. Immerhin stieg der Frauenanteil innerhalb von zehn Jahren von einem auf 11 Prozent.

svs.

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