Juristische Berufe

Viele junge Menschen entscheiden sich nach der Schule für ein Studium der Rechtswissenschaft. Jura ist einer der beliebtesten Werdegänge in Deutschland und das liegt nicht allein an den vielen Möglichkeiten, die er bietet. Im Jurastudium werden analytische und lösungsorientierte Kompetenzen vermittelt, was in vielerlei Berufen und Lebensbereichen gefragt ist. Juristen stehen also quasi alle Türen offen. Wenn Sie die Thematik interessiert, können Sie beispielsweise online nach Fachbüchern schauen.

Rechtsanwalt

Die volljuristische Ausbildung bereitet in erster Linie auf die klassischen juristischen Berufe vor. Einer davon ist der Rechtsanwalt. Er berät und vertritt Mandanten in allen Rechtsangelegenheiten. Dies kann beispielsweise in Form von Gerichtsprozessen passieren. Der Rechtsanwalt vertritt also die Interessen seiner Mandanten vor Gericht und unterstützt gleichzeitig den Richter bei der Rechtsfindung. Rechtsanwälte können aber auch in großen Unternehmen tätig sein, in denen sie Verträge aufsetzen und prüfen. Schließlich haben Volljuristen immer die Option, ihre eigene Kanzlei zu eröffnen.

Staatsanwalt

Staatsanwälten obliegen die Leitung der Ermittlungen von Straftaten. Deshalb wird die Staatsanwaltschaft auch gerne als Herrin des Ermittlungsverfahrens bezeichnet. Sie überprüft und beurteilt die polizeilichen Untersuchungsergebnisse und entscheiden auf Grundlage dieser, ob es zur Anklage vor Gericht kommt, oder nicht. Im Falle eines Gerichtsverfahrens ist der Staatsanwalt für die Vollstreckung eines Urteils zuständig. Ferner kann auch die Staatsanwaltschaft selbst Anklage erheben.

Richter

Bei gerichtlichen Verfahren muss neutral und unabhängig darüber entschieden werden, ob und in welchem Maß eine Rechtswidrigkeit begangen wurde. Hier kommt der Richter ins Spiel, welcher die finale Entscheidung bei diesen Verfahren trifft. Es kann sich hierbei um tägliche Konflikte handeln, bis hin zu Streitverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht.

Notar

Notare leisten in Form einer notariellen Beurkundung Hilfe bei der Gestaltung von Rechtsbeziehungen. Sie fungieren als Mittler zwischen den Interessen der Parteien. Ein Notar kommt beispielsweise bei Grundstückgeschäften, Testamenten oder Eheverträgen zum Einsatz. Je nach Bundesland muss nach der volljuristischen Ausbildung noch ein dreijähriger Anwärterdienst als Notarassessor abgeleistet werden, damit man als Notar arbeiten darf. Anwaltsnotare müssen zusätzlich Berufserfahrung und Fortbildungen vorweisen können.

Jurastudium

Wissenschaft, Forschung und Lehre

Fern von den klassischen juristischen Berufen kann man mit einer rechtswissenschaftlichen Ausbildung auch in vielen anderen Berufsfeldern arbeiten. Eines davon ist die Wissenschaft, bzw. Forschung oder Lehre. Man kann zum Beispiel einen Weg als Jura-Professor einschlagen. In der Regel absolviert man hierzu beide Staatsexamina und schreibt im Anschluss eine Doktorarbeit und eine Habilitation. Danach erhält man die Lehrbefugnis für seine Spezialgebiete und man darf sich als Privatdozent bezeichnen. Weiterhin kann man sich auf freie Professuren bewerben.

Unsere Angebote für Sie

Justiziar

Justiziare sind Rechtsberater für die jeweiligen Arbeitgeber. Dies können beispielsweise Behörden, Verbände, Unternehmen oder Banken sein. Ihnen steht die Arbeit in der freien Wirtschaft als auch im öffentlichen Dienst frei – heißt, sie können entweder als Beamter oder Angestellter arbeiten. Der Justiziar versucht, rechtliche Probleme im Vorfeld zu erkennen und Lösungen für diese zu entwickeln. Juristische Streitigkeiten zu vermeiden, ist die oberste Prämisse in seiner Arbeit. Dies bezeichnet man auch als vorsorgende Rechtspflege.

Fazit

Weitere nennenswerte Berufsfelder für Juristen sind die Politik und die Unternehmensberatung. Ob ein Jurastudium etwas für Sie ist, müssen Sie letzten Endes selbst entscheiden. Die Tätigkeit als Jurist kann sehr erfüllend sein, da Sie in erster Linie Menschen helfen. Weiterhin lernt man, zu argumentieren und sich eloquent auszudrücken, was in jedem Bereich des Lebens hilfreich sein kann. Im Jurastudium lernen Sie ein Handwerk, strukturiertes Denken, das Verstehen von Zusammenhängen. Jura ist ein traditionelles Fach mit hohem Stellenwert in der Gesellschaft, weshalb es Ihnen nicht an Prestige oder Gehalt fehlen wird. Wenn Sie einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit sowie ein guten Durchhaltevermögen haben, dann sollten Sie auf jeden Fall über eine juristische Ausbildung nachdenken.