Große Zuversicht im Mittelstand

Die deutschen Mittelständler blicken so zuversichtlich in die Zukunft wie selten zuvor.

So sind mehr als 70 Prozent der befragten Firmenchefs hinsichtlich der geschäftlichen Entwicklung in diesem Jahr optimistisch.

B.K. DÜSSELDORF, 2. Januar.

Im Vorjahr waren nur 59 Prozent der Führungskräfte dieser Auffassung. Allerdings ist in anderen europäischen Ländern der Optimismus noch deutlich ausgeprägter. Zu diesen Ergebnissen kommt die internationale Wirtschaftsprüfungsgruppe Grant Thornton auf Basis einer Umfrage unter rund 2500 mittelständischen Unternehmen aus 36 Ländern. „Der deutsche Mittelstand glaubt zu Recht an seine Stärken und Leistungsfähigkeit. Bemerkenswert ist jedoch, dass der Optimismus in anderen europäischen Volkswirtschaften deutlich ausgeprägter ist“, kommentiert Joachim Riese, der Vorstandsvorsitzende des zum Netzwerk gehörenden deutschen Ablegers Warth & Klein Grant Thornton, die Ergebnisse. Am zuversichtlichsten zeigen sich demnach die Unternehmer in Finnland, in den Niederlanden und in Irland. Wie es heißt, nimmt speziell bei deutschen Mittelständlern die Sorge um gut ausgebildetes Personal zu. Neben dem Fachkräftemangel werden zudem Regulierungen und ein hohes Maß an Bürokratie als Wachstumsbremse gesehen. Auch beklagen nach der Umfrage mehr als 75 Prozent der deutschen Unternehmen eine nicht vorhandene oder nur geringe Wertschätzung ihrer unternehmerischen Leistungen durch die Bundesregierung.

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