Arbeitsmarkt in Vereinigten Staaten floriert

Aber im September etwas weniger neue Stellen als gedacht

WASHINGTON, 7. Oktober (Reuters). In der amerikanischen Wirtschaft sind im September weniger neue Jobs entstanden als erwartet. Private Firmen und der Staat schufen insgesamt 156 000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft, wie das Arbeitsministerium am Freitag in Washington bekanntgab. Fachleute hatten zuvor mit 175 000 neuen Stellen und einer etwa gleichbleibenden Arbeitslosenzahl gerechnet. Die getrennt erhobene Arbeitslosenquote stieg um einen Tick auf 5,0 Prozent. Dennoch ist der Arbeitsmarkt in den Vereinigten Staaten weiter im Aufwind: Im August hatte es nach revidierten Zahlen 167 000 neue Stellen gegeben und damit 16 000 mehr als zunächst gemeldet.

Die Notenbank, die Vollbeschäftigung fördern soll, will bei entsprechenden Fortschritten am Arbeitsmarkt und in der Konjunkturentwicklung noch dieses Jahr die Zinszügel straffen. Der Schlüsselsatz zur Versorgung der Banken mit Geld liegt seit Dezember 2015 in einer Spanne zwischen 0,25 und 0,5 Prozent. Viele erwarten den nächsten Schritt für das Jahresende.

Fachleute bezeichnen die Entwicklung am amerikanischen Arbeitsmarkt dennoch als solide. „Das spricht einer Straffung der amerikanischen Geldpolitik im Verlauf des vierten Quartals nicht entgegen“, kommentierte die Helaba. Unmittelbarer Handlungsdruck entstehe durch die neuen Daten allerdings auch nicht.

 

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