Hochstimmung im Euroraum

Ifo: Wirtschaftsklima steigt auf 17-Jahres-Hoch

maj. FRANKFURT, 3, August. Im Euroraum stehen die Zeichen weiter auf Wachstum. Wie das Münchener Ifo-Institut am Donnerstag mitteile, hellte sich das Wirtschaftsklima im Euroraum im dritten Quartal deutlich auf. Das von den Münchenern ermittelte Barometer legte gegenüber dem Vorquartal von 26,4 auf 35,2 Zähler zu. Das Konjunkturbarometer, das nach einer Umfrage unter 340 Fachleuten aus verschiedenen Ländern ermittelt wird, erreichte damit den höchsten Stand seit Herbst 2000. „Das starke Wachstum dürfte sich damit im zweiten Halbjahr 2017 fortsetzen“, kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest die neuen Umfrageergebnisse.

In Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien, den vier größten Volkswirtschaften der Eurozone, verbesserten sich sowohl die Einschätzung der aktuellen Lage als auch die Erwartungen für die kommenden sechs Monate.

Am deutlichsten stiegen nach Angaben des Instituts die Erwartungen in Frankreich. Die aktuelle Lage in Frankreich stuften sie allerdings als noch nicht zufriedenstellend ein. Gleiches galt für Italien. Eine leicht positive Einschätzung der Lage gaben die Fachleute für Spanien ab. Die Geschäftssituation in Deutschland bewerteten die Experten nun fast einstimmig als gut.

Unsere Angebote für Sie

Die Inflationserwartungen der Experten für 2017 sanken leicht auf 1,5 Prozent, von zuvor 1,6 Prozent. Allerdings rechnen die Befragten mit einem Anstieg der kurzfristigen und vor allem der langfristigen Zinsen im nächsten halben Jahr. Deutlich verbessert hat sich den befragten Experten zufolge die Bereitschaft der Banken, Kredite an die Unternehmen zu vergeben. Das gelte vor allem für Frankreich. Nach Angaben des Ifo-Instituts wird sie nun als weniger restriktiv beurteilt.

Alle Rechte vorbehalten © Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt am Main
Vervielfältigungs- und Nutzungsrechte für F.A.Z.-Inhalte erwerben Sie auf www.faz-rechte.de