Immer mehr Europäer arbeiten

Fast zehn Jahre nach Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise befindet sich die Beschäftigung in Europa auf deutlichem Erholungskurs.

svs. FRANKFURT, 25. April.

Im vergangenen Jahr stieg die Erwerbstätigenquote der Bevölkerung zwischen 20 und 64 Jahren in der Europäischen Union auf 71,1 Prozent und übertraf damit den bisherigen Rekordwert von 70,3 Prozent aus dem Jahr 2008. Die Quote gibt den Anteil der Erwerbstätigen an der entsprechenden Altersgruppe an. Allerdings gibt es weiterhin erhebliche Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten. Die höchsten Quoten wiesen Schweden (81,2), Deutschland (78,7) und Großbritannien (77,6) auf, die niedrigsten wurden in Griechenland (56,2), Kroatien (61,4) und Italien (61,6) registriert. Auch in der Gruppe zwischen 55 und 64 Jahren liegt Deutschland (68,6) hinter Schweden (75,5) auf Platz zwei, am schlechtesten schneiden wieder Griechenland (36,3) und Kroatien (38,1) ab, aber auch das reiche Luxemburg liegt unter 40 Prozent. Auch wenn die Erwerbstätigenquoten für beide Geschlechter steigen, ist der Unterschied zwischen Männern (76,9) und Frauen (65,3) noch deutlich. Die EU hat sich vorgenommen, die Erwerbstätigenquote bis zum Jahr 2020 durch gezielte Förderpolitik auf 75 Prozent zu steigern.

 

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