Junge Ingenieure halten doch durch

Kaum eine Zahl im Hochschulbetrieb wirkt so alarmierend wie die der Studienabbrecher in den ingenieurwissenschaftlichen Fächern. Schließlich wäre der Industriestandort Deutschland ohne seine Ingenieure arm dran.

Deshalb waren die bislang kolportierten und diskutierten Abbrecherquoten von knapp 50 Prozent so bedrohlich. Die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften (Acatech) und der Verbund führender technischer Universitäten in Deutschland (TU9) kommt jetzt zu einem anderen Ergebnis: Die Lage sei nicht rosig, aber auch nicht so schlimm wie angenommen. Die Studienpartner werteten Daten von 50 000 Studierenden aus, die zwischen 2008 und 2011 ein ingenieurwissenschaftliches Studium aufgenommen haben, und kamen zu einer Abbruchquote von 21 bis 23 Prozent. Genauer als zuvor sei untersucht worden, ob ein „echter“ Abbruch – also der Verzicht auf einen Abschluss – oder ein Wechsel der Hochschule oder des Fachs vorlag. Die Abbruchquoten rutschten ferner unter 20 Prozent, sofern vor Studienbeginn Eignungstests verpflichtend waren.
umx.

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