Mit Teamfähigkeit im Beruf und bei Bewerbungen punkten

Tragfähige Lösungen für komplexe Aufgabenstellungen entstehen, wenn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter professionell zusammenarbeiten.

Deshalb hat die Frage der Teamfähigkeit in Bewerbungsverfahren häufig einen hohen Stellenwert und spielt auch bei der weiteren beruflichen Entwicklung eine bedeutende Rolle. Wer die eigene Teamfähigkeit stärken möchte, kann sich hier informieren und selbst aktiv werden. Wenn Gruppen neu zusammengestellt werden, setzen Führungskräfte vielfach auf teambildende Maßnahmen, um eine gute Grundlage für die Teamarbeit zu schaffen (gemeinsame Aktivitäten, Workshops etc.).

Was macht Teamfähigkeit aus

Was macht Teamfähigkeit aus?

Teams haben die Aufgabe, gemeinsam möglichst zielorientiert und effizient zusammenzuarbeiten, zum Beispiel in Projekten und bereichsübergreifenden Arbeitsgruppen. Dabei treffen jedoch unterschiedliche Charaktere und Ansichten aufeinander. Entsprechend sind Meinungsverschiedenheiten und Konflikte bei Gruppenarbeiten regelmäßig an der Tagesordnung. Häufig werden die Teammitglieder sogar gezielt danach ausgesucht, möglichst verschiedene Sichtweisen, Vorschläge und Hintergrunderfahrungen in die gemeinsame Gruppenarbeit einzubringen und dort zu vertreten. Denn um erfolgreich neue Wege zu gehen, gilt es zunächst, Ideen zu entwickeln, zu prüfen und gegebenenfalls auch wieder zu verwerfen. Kompromisse sind zu finden und es ist notwendig, konstruktiv an der Problemlösung zu arbeiten. Damit dies gelingt, sind bestimmte soziale Kompetenzen – sogenannte „Soft Skills“ – erforderlich, die sich zu dem Begriff Teamfähigkeit bündeln lassen. Wesentlich sind zunächst die kommunikativen Fähigkeiten der Personen in einem Team. Es geht darum, sich bei der Darstellung von eigenen Meinungen und Gedanken so verständlich auszudrücken, dass die anderen Teammitglieder folgen können. Sofern es kritische Fragen oder Rückmeldungen gibt, kommt es dabei auf eine wertschätzende Formulierung und konstruktive Kritik an. Zu den weiteren Faktoren der Teamfähigkeit zählt die Bereitschaft zu Kooperation. Das Team ist darauf angewiesen, dass jedes Mitglied seine Rolle ausfüllt und sich für den Gesamterfolg einbringt. Wenn es jedoch beispielsweise in Stressphasen dazu kommt, dass Streit entsteht und Frustrationen auftreten, sind Konfliktmanagement-Fähigkeiten gefragt.

Teamfähigkeit: Wie formulieren?

Da über zwei Drittel aller Arbeitgeber Teamfähigkeit als Kompetenz von Bewerbern wünschen, gehört dieser Aspekt in jedes überzeugende Bewerbungsschreiben. Doch wie können Sie Ihre Teamfähigkeit beschreiben? „Ich bin motiviert und teamfähig“, überzeugt keinen Personalverantwortlichen. Empfehlenswert ist es zu beschreiben, durch welche Aktivitäten die eigene Teamfähigkeit geschult und trainiert wurde. Berufsanfänger verweisen auf Projekte und Arbeitsgruppen in Schule oder Hochschule, Berufserfahrene können auf Situationen im Arbeitsleben verweisen. Auch Beispiele aus der Freizeit, die zeigen, dass der Bewerber eigenverantwortlich handelt und sein Verhalten reflektieren kann, sind denkbar. Wer sich bereits länger in politischen Gruppen oder in Vereinen engagiert, kann beschreiben, wie diese Tätigkeiten seine Fähigkeit, sich konstruktiv in ein Team einzubringen, geschult hat.

Teamfähigkeit fördern

Wie kann man Teamfähigkeit fördern?

Nicht jeder Mensch ist von Natur aus besonders begabt, wenn es um Teamarbeit geht. Doch Teamfähigkeit lässt sich trainieren und somit verbessern. Als Basis dient eine gründliche Bestandaufnahme. Welche Stärken sind vorhanden? Welche Schwächen hemmen eine gute Zusammenarbeit? Welche Rolle im Team will und kann ausgefüllt werden? Wer dazu neigt, immer die Führung zu übernehmen oder ungeduldig zu sein, arbeitet daran, sich zurückzunehmen und zuzuhören. Wer ungern vor anderen spricht, arbeitet an seiner Kommunikation und seinem Selbstbewusstsein. Grundsätzlich sind folgende Fähigkeiten für die Teamfähigkeit des Einzelnen wichtig:

  • Kritik annehmen: Konstruktive Kritik gehört zur Lösung jedes Problems in einer Gruppe. Mit Kritik souverän umzugehen, gehört zu den trainierbaren Fähigkeiten.
  • Konstruktive Kritik üben: In einem funktionierenden Team sollten kritische Anmerkungen konstruktiv formuliert werden. Das verhindert Streit und bringt das Team auf dem Lösungsweg weiter.
  • Schwächen tolerieren: Stärken und Schwächen gehören zu jedem, niemand ist perfekt. Ein guter Teamspieler akzeptiert die Schwächen der anderen und ärgert sich nicht über deren Unfähigkeit in einzelnen Bereichen. Er ist bestrebt, Wege zu finden, die Defizite auszugleichen.
  • Stärken anerkennen: Ebenso wie Schwächen zu jedem Menschen gehören, verfügt auch jeder über individuelle Stärken. Für die Teamfähigkeit ist es wichtig, die eigenen Stärken ebenso wie die der anderen zu erkennen und gezielt zu nutzen.
  • Kommunikation stärken: Kommunikation sichert den Teamerfolg. Wer miteinander redet, redet und arbeitet nicht aneinander vorbei. Die eigene Schüchternheit zu überwinden, gehört ebenso zur Verbesserung der Teamfähigkeit, wie als geborener Redner die anderen Teammitglieder aktiv in den Dialog miteinzubeziehen.

Bewerber müssen sich in den meisten Arbeitsbereichen darauf einstellen, ihre Teamfähigkeit im Test zu beweisen. Gezielte Fragen im Bewerbungsgespräch sind ebenso möglich wie Fragebögen oder Gruppenarbeit.