Mitarbeitersuche: Zehn Dinge, die Sie unbedingt vermeiden sollten

Sie suchen neue Mitarbeiter?

Dann ist Ihre Karriereseite ein wichtiger Punkt im Recruitingprozess. Doch viele Unternehmen sind verwundert, warum ihre Jobseiten keine Bewerber ansprechen – obwohl Sie dafür viel Zeit und Geld investiert haben. Die folgenden zehn Fehler sind die häufigsten Gründe, warum die Bewerberflut ausbleibt.

Karrierewebsite muss gut auffindbar sein

1. Die Karriereseiten sind kaum sichtbar

Immer wieder kommt es vor, dass eine Karriereseite zwar sehr gut aufgebaut und gestaltet ist, trotzdem aber nicht besucht wird. Das kann einen sehr profanen Grund haben, denn viele Seiten sind über die gängigen Suchmaschinen schlichtweg nicht auffindbar und bleiben damit für den Internetnutzer nahezu unsichtbar. Große Bewerberportale fangen die Besucher ab, bevor die eigene Karriereseite in den Suchergebnissen gelistet wird. Eine gezielte SEO-Optimierung kann hier Abhilfe schaffen und die Besucher direkt auf Ihre Jobseiten weiterleiten.

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2. Die Karriereseite ist fehlerhaft programmiert

Hat der Bewerber den Weg auf das Karriereportal gefunden, gilt es, ihn dort zu halten und zu informieren. Viele Interessenten nutzen ihr Mobilgerät zur Jobrecherche. Aber längst nicht alle Unternehmen bieten eine Webpräsenz an, die auch auf dem Smartphone gut lesbar und voll funktionsfähig ist. Das Zauberwort heißt: Skalierbarkeit. Damit wird die Karriereseite – unabhängig von der Bildschirmgröße – les- und bedienbar.
Zu einer guten Programmierung gehört auch, dass der Bewerbungsprozess ohne technische Fehler ablaufen kann. Wer viel Zeit in ein Webformular investiert hat und dann beim Absenden eine Fehlermeldung bekommt, kennt den Frust, der dabei entsteht. Ein Bewerber muss schon sehr motiviert sein, damit er überhaupt noch einen zweiten Anlauf startet.

3. Den richtigen Job zu finden, ist aufwendig

Häufig ist zu beobachten, dass viele Unternehmen keine oder nur eine mangelhafte Kategorisierung ihrer Jobangebote durchführen. Es wird nach Studenten und Schülern, Berufsanfängern und Professionals kategorisiert oder die Jobs sind diffusen englischsprachigen Berufsbildern und Unternehmenssparten zugeordnet. Das ist verwirrend und unnötig. Erfolgreich sind dagegen Unternehmen, die ihre Filter so gestalten, dass potenzielle Bewerber schnell auf die für sie passenden Jobangebote stoßen können.

4. Intransparenz

Ein fröhlicher Button mit der Aufschrift „Weiter“: Der Bewerber klickt und es startet ein PDF-Download. Das hat gleich zwei Nachteile:

  1.  Der Bewerber möchte vielleicht kein PDF herunterladen, ist verärgert und bricht den Bewerbungsvorgang ab.
  2.  Wenn Sie ein PDF anbieten, wissen weder, ob der Bewerber das PDF überhaupt gelesen hat, noch was damit weiterhin geschieht. Setzen Sie daher besser auf Medien, die Sie nachverfolgen können.

Genauso ärgerlich wie ein unvermittelter Download ist es, wenn nach dem „Weiter“-Button noch etliche weitere folgen, und nicht klar ist, wie viel der Bewerber noch auszufüllen hat. Machen Sie deutlich, wie viele Schritte der Bewerbungsprozess beinhaltet, und motivieren Sie mit einer Vervollständigungsanzeige.

5. Schlecht beschriftete Formularfelder

„Bitte geben Sie hier Ihr Wunschgehalt an.“ Diese Aufforderung scheint zunächst einfach, kann aber in der Praxis zu Problemen führen. Meint das Unternehmen das Brutto- oder Nettogehalt, sprechen wir von Monats- oder Jahreslohn, versteht sich die Angabe mit oder ohne Zuschläge wie 13. Monatsgehalt, Urlaubs- oder Weihnachtsgeld? Das ist nur ein Beispiel dafür, wie mangelhaft manche Feldbeschriftungen ausfallen. Auch, ob es sich um ein Wahl- oder Pflichtfeld handelt, ist oftmals nicht ersichtlich. Und gibt die Webseite eine Fehlermeldung zurück, ist nicht unbedingt immer klar, wo der Fehler im Formular ist. Denn der Begriff „Fehler“ bietet ziemlich viel Interpretationsspielraum. Es frustriert einen potenziellen Bewerber sehr, wenn er nach einer Fehlermeldung ein Formular von vorne ausfüllen muss.

6. Formular-Terrorismus

„Time is money” oder heutzutage eher Quality time. Kaum ein Bewerber investiert aktuell noch mehr als eine Stunde pro Bewerbung. Umständliche Formulare, in denen jede Menge Informationen gesammelt werden, lassen viele frustriert aufgeben. Unternehmen fragen pro forma Reisebereitschaft, Führerscheinklassen und mögliche Einsatzorte ab. Zeigen Sie Ihren Bewerbern lieber, dass Sie wissen, wonach Sie suchen, indem Sie gezielt die Informationen verlangen, die für den Job benötigt werden.

7. Erzwungener User-Account

Geschafft, der Bewerber hat einen passenden Job gefunden oder die Formulare erfolgreich ausgefüllt. Für den weiteren Verlauf im Bewerbungsprozess verlangen viele Unternehmen eine Registrierung. Am besten noch mit einer doppelten Bestätigung der Eingaben, einem zwingend kryptischen Passwort mit mindestens einem Großbuchstaben, zwei Sonderzeichen und einer Ziffer, die aber nicht hintereinander stehen dürfen und der, vor allem bei Smartphone-Surfern, beliebten Captcha-Abfrage. Unser Tipp: Verzichten Sie darauf! Es ist unnötig, eine Registrierung zu erzwingen. Bieten Sie diese Option, wenn überhaupt, lieber auf freiwilliger Basis an und ersparen Sie Ihren Bewerbern diesen Prozess.

Fehler bei der Mitarbeitersuche vermeiden

8. Bewerbung an Unbekannt

Unternehmen möchten so viel von ihren Bewerbern erfahren und sind dabei zurückhaltend bei der Selbstdarstellung. Statt sich aktiv ins rechte Licht zu rücken, überlassen Sie es dem Bewerber, sich ein eigenes Bild zu machen, oder eben auch nicht. Nutzen Sie die Möglichkeit der vorteilhaften Eigenpräsentation und betreiben Sie beispielsweise professionelles Employer Branding.

9. Floskeln und Stockbilder

Die Verwendung von Standardfloskeln oder Stockbildern führt unweigerlich dazu, dass der Bewerber ein falsches Bild vom Unternehmen bekommt. Darüber hinaus vergessen viele Unternehmen, dass sie vom Bewerber Kreativität und personalisierte Bewerbungen abfragen. Standardformulierungen wie „Wir suchen Teamplayer“ oder „Bei uns steht der Mitarbeiter im Vordergrund“ erwecken nicht unbedingt den Eindruck, als hätte sich aufseiten des Unternehmens jemand große Mühe gegeben, die Bewerber individuell anzusprechen. Sorgen Sie für eine authentische Wort- und Bildsprache und zeigen Sie, wie es wirklich in Ihrem Unternehmen aussieht.

10. Tödliche Standards

Viele Unternehmen folgen der klassischen Vorstellung einer Menüführung auf ihrer Website, ob diese sinnvoll ist oder nicht. Die wichtige Karriereseite ist häufig im Untermenü von „Über uns“ zu finden oder sogar im Footer. Dabei sucht das Unternehmen händeringend nach Personal. Machen Sie Ihre Jobseiten von jedem Punkt der Website aus zugänglich und weisen Sie darauf hin. So fangen Sie auch Bewerber auf, die eher initiativ auf Ihrer Website sind und sich spontan bewerben möchten.