Zeitwertkonten

Definition: Bei Zeitwertkonten (auch Lebensarbeitszeitkonten oder Langzeitarbeitskonten genannt) handelt es sich um ein Guthabenkonto des Arbeitnehmers, das einen Anspruch auf spätere Auszahlung begründet. Es wird in Geld geführt.  

Erklärung Zeitwertkonten

Früher in Rente gehen, eine Auszeit nehmen und trotzdem Lohn erhalten – das ist mit Zeitwertkonten möglich. Mit diesen wird über den Beschäftigungszeitraum hinweg Arbeitszeit angesammelt und gespart.  

Das Arbeitsmodell besteht aus zwei Phasen: Der Ansparphase und der Entnahmephase. Da das Modell freiwillig ist, kann der Arbeitnehmer während der ersten Phase frei entscheiden, welche Teile seines Gehalts er in welcher Höhe einzahlen will. Das geht beispielsweise mit Überstunden, Stundenguthaben, nicht genommenem Urlaub, freiwilligen Arbeitgeberleistungen und außertariflichen/übertariflichen/tariflichen Leistungen.  

In der anschließenden Entnahmephase kann das angesparte Geld schrittweise ausgezahlt werden und ersetzt somit teilweise oder ganz das Gehalt. Je nachdem was vereinbart wurde, kann das Modell dann also für Altersteilzeit oder auch für ein Sabbatical, also eine Auszeit über ein Jahr, genutzt werden.  

 

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